Persönliche Eindrücke von Paola und Sergio: Mauritius im Januar

Persönliche Eindrücke von Paola und Sergio: Mauritius im Januar



Hallo liebe Leser,

meine Schwester und mein Neffe (Paola und Sergio) sind direkt nach Silvester für ein paar Tage nach Mauritius geflogen. Raus aus dem grauen Winter, rein in Sonne, Wärme und dieses ganz andere Licht, das man hierzulande im Januar einfach nicht bekommt. Natürlich kamen schon nach kurzer Zeit die ersten Bilder. Strand. Palmen. Türkisfarbenes Wasser. Ich habe mich ehrlich gesagt ziemlich darüber gefreut – und möchte euch diese Eindrücke nicht vorenthalten.

Bevor wir zu den persönlichen Momenten kommen, erst einmal die Grundlagen. Mauritius kurz erklärt. 


Mauritius auf einen Blick – Lage, Hauptstadt, Steckbrief

Wo liegt Mauritius?
Mauritius ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, etwa 2.000 Kilometer östlich vom afrikanischen Festland. Madagaskar liegt westlich davon. Die Insel gehört geografisch zu Afrika, fühlt sich kulturell aber deutlich vielfältiger an.

Hauptstadt:
Port Louis. Geschäftiges Zentrum, Hafenstadt, Marktleben, Verkehr, Verwaltung. Kein klassisches Postkartenmotiv, aber wichtig für das Verständnis des Landes.

Steckbrief Mauritius

  • Fläche: ca. 2.040 km²

  • Einwohner: rund 1,3 Millionen

  • Sprache: Englisch (Amtssprache), Französisch weit verbreitet, im Alltag oft Kreolisch

  • Währung: Mauritius-Rupie (MUR)

  • Zeitzone: MEZ +3 Stunden (im Winter)

Wetter und Temperaturen im Januar

Januar ist Hochsommer auf Mauritius. Und ja, das merkt man.

  • Tageshöchsttemperaturen: etwa 28 bis 31 Grad

  • Nachts: selten unter 24 Grad

  • Wassertemperatur: ca. 26 bis 28 Grad

Es ist außerdem Regenzeit. Das klingt schlimmer, als es meistens ist. Kurze, kräftige Schauer, oft am Nachmittag oder Abend. Danach wieder Sonne. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, was nicht jeder mag. Mein Neffe empfand es als großartig. Meine Schwester brauchte ein, zwei Tage Eingewöhnung.

Zyklone sind möglich, aber nicht die Regel. Moderne Wetterwarnungen funktionieren gut.

Preise auf Mauritius – teuer oder machbar?

Kurzfassung: Mauritius ist kein Schnäppchen, aber auch kein reines Luxusziel.

  • Unterkünfte:
    Guesthouses ab ca. 40–70 € pro Nacht
    Mittelklassehotels: 120–200 €
    Resorts: nach oben offen

  • Essen:
    Streetfood und kleine Restaurants sind günstig (5–10 € pro Gericht)
    Hotelrestaurants und westliche Küche deutlich teurer, Preise leider wie in Deutschland.
    Beispiel: Kaffee 2 bis 3 Euro

  • Transport:
    Busfahren extrem günstig
    Mietwagen moderat, Taxis eher teuer
    Beispiel: eine kurze Bootsfahrt zur nahegelegenen Insel 40 Euro.

  • Preise: wie in Europa

Wer lokal isst und nicht jeden Tag im Resort bleibt, kommt gut zurecht, solange er bereit ist, Preise wie in Deutschland zu sehen. Wer All-inclusive bucht, zahlt vorher – und merkt es kaum noch.

Geschichte von Mauritius – kurz, aber prägend

Mauritius war lange unbewohnt. Erst im 16. Jahrhundert tauchten die Portugiesen auf, blieben aber nicht. Danach kamen:

  • Niederländer

  • Franzosen

  • Briten

Jede Kolonialmacht hinterließ Spuren. Sprache, Architektur, Verwaltung. 1968 wurde Mauritius unabhängig, blieb aber politisch stabil. Das ist in der Region keine Selbstverständlichkeit.

Ein dunkles Kapitel ist die Geschichte der Sklaverei und später der Vertragsarbeiter, vor allem aus Indien. Daraus entstand die heutige multikulturelle Gesellschaft. Hindus, Christen, Muslime, Buddhisten. Meist friedlich nebeneinander. Im Alltag spürbar.

Zahlen, Fakten und ein paar Details

  • Alphabetisierungsrate: über 90 %

  • Politisches System: parlamentarische Demokratie

  • Wirtschaft: Tourismus, Finanzdienstleistungen, Textilien, IT

  • Internet: stabil, überraschend schnell

  • Strom: britische Steckdosen

Kleine Randnotiz: Mauritius gilt als eines der sichersten Länder Afrikas. Trotzdem gilt wie überall gesunder Menschenverstand.

Persönliche Einblicke – Sonne, Alltag, kleine Momente

Die Bilder meiner Schwester waren nicht perfekt inszeniert. Und genau das mochte ich.
Frühstück auf der Terrasse. Barfuß. Ein geöffneter Mango-Joghurt. Mein Neffe mit Sand an den Knien, obwohl der Tag gerade erst angefangen hatte.

Sie erzählte mir von der Freundlichkeit im Alltag. Nicht aufgesetzt. Eher ruhig. Der Busfahrer, der wartet. Der Verkäufer, der erklärt, statt zu drängen. Abends das Zirpen der Grillen. Und diese Wärme, die auch nach Sonnenuntergang bleibt.

Nicht alles war Postkarte. Die Hitze war manchmal anstrengend. Der Verkehr chaotisch. Aber genau das machte es echt.


Plage de le morne.



Der Strand Playa de la Morne

Paola und Sergio verbringen ihren Urlaub in Playa de la Morne, einem dieser Orte, die nicht laut sein müssen, um Eindruck zu machen. Der Strand liegt im Südwesten von Mauritius, direkt am Fuß des markanten Berges Le Morne Brabant. Morgens ist das Licht weich, fast milchig, das Meer ruhig, der Sand hell und fein. Kein Gedränge, keine Dauerbeschallung. Eher dieses leise Gefühl von Weite. Sie starten den Tag entspannt, barfuß, mit Blick aufs Wasser, lassen sich Zeit. Zwischendurch ein Spaziergang am Strand, später ein Bad im warmen Meer. Alles wirkt entschleunigt. Nicht spektakulär im klassischen Sinn, aber genau deshalb besonders


Im Hintergrund: Le Morne Brabant

Essen und Trinken auf Mauritius

Essen und Trinken auf Mauritius sind geprägt von vielen Einflüssen, und genau das macht es spannend. Indische Gewürze treffen auf kreolische Küche, dazu französische Techniken und ein bisschen chinesische Bodenständigkeit. Typisch sind Currys mit Fisch oder Huhn, Dholl Puri als beliebtes Streetfood, würzige Saucen, viel Chili, Ingwer und Koriander. Gegessen wird oft unkompliziert, aber aromatisch. Zum Trinken gibt es frische Säfte aus Ananas, Papaya oder Litschi, dazu lokalen Tee und natürlich Rum. Paola und Sergio waren in der Rhumerie de Chamarel Restaurant & Rum Distillery. Ein ruhiger Ort, eingebettet in Grün. Dort haben sie Lamm gegessen, zart, gut gewürzt, auf den Punkt. Sehr lecker, sagten beide. Und ja, das glaubt man sofort.


Eine Platte Fleisch, Hummer, zwei Bier. Preis: rund 60 Euro.



Ausflug zur Île aux Benitiers

Ein besonderes Highlight ihres Aufenthalts war der Ausflug zur Île aux Bénitiers, einer kleinen Insel, die genau gegenüber vom Airbnb von Sergio und Paola liegt. Vom Ufer aus wirkt sie fast zum Greifen nah, flach, grün, umgeben von seichtem Wasser. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, meist mit kleinen Booten, unkompliziert und entspannt. Auf der Insel selbst gibt es keine großen Hotels, keine Straßen, nur Strand, Bäume und Zeit. Perfekt für einen halben Tag ohne Plan. Baden, ein bisschen Schatten, Blick zurück auf Le Morne Brabant. Dieser Ausflug war kein Event, eher eine Pause. Und manchmal ist genau das das Beste.


FAQ – Häufige Fragen zu Mauritius

Braucht man ein Visum für Mauritius?
Für EU-Bürger nicht bei Aufenthalten bis 90 Tage. Reisepass reicht.

Ist Mauritius für Familien geeignet?
Ja. Sehr sogar. Kurze Wege, sichere Strände, viele familienfreundliche Unterkünfte. 

Welche Kleidung ist angemessen?
Leicht, luftig, praktisch. In Städten und Tempeln eher bedeckt. Am Strand entspannt.

Ist das Leitungswasser trinkbar?
Offiziell ja, viele greifen trotzdem zu Flaschenwasser.

Wie bewegt man sich am besten fort?
Bus für Geduldige. Mietwagen für Flexibilität. Taxis eher für kurze Strecken.

Ist Mauritius nur Strand?
Nein. Berge, Wasserfälle, Nationalparks, Märkte, Städte. Strand ist nur der Anfang.

Wann ist die beste Reisezeit?
Mai bis November gilt als angenehmer. Januar ist heißer, aber sonnig. Geschmackssache.


Labels

Mauritius, Madagaskar, Reisen, Indischer Ozean, Fernreise, Winterflucht, Urlaub Januar, Inselstaat

Meta-Beschreibung

Mauritius im Januar: Lage, Wetter, Preise, Geschichte und persönliche Eindrücke. Sachlicher, realistischer Überblick mit FAQ und Reisetipps.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Seychellen: Ein umfassender Überblick über Geographie, Gesellschaft und Entwicklung

Ghana: Ein Land im Aufbruch und Accra, seine pulsierende Hauptstadt

Mit Herz, Hoffnung und Omukisa: Warum ich diesen Verein mitgegründet habe